Bürgerinitiative
Windkraft mit Abstand

Anzhausen & Flammersbach

Möglicher Windpark bei Anzhausen  
Logo der BI Windkraft mit Abstand Anzhausen

Keine 30 Windräder zwischen Anzhausen, Flammersbach, Feuersbach, Deuz, Salchendorf und Gernsdorf!

Der Rat der Gemeinde Wilnsdorf hat aus guten Gründen im April 2014 beschlossen, das Gebiet Haferhain/Schürscheid aus den weiteren Planungen für die Nutzung von Windenergie herauszunehmen. Es hat für 200 m hohe Anlagen eine zu große Nähe zu Wohngebieten, so dass mit Beeinträchtigungen durch die Geräuschentwicklung und eine optisch bedrängende Wirkung auf die umliegenden Dörfern zu rechnen ist.

Im Regionalplanentwurf der Bezikrsregierung Arnsberg, der Gemeinde Wilnsdorf übergeordnet, sind für das Gebiet zwischen Anzhausen, Flammersbach, Feuersbach, Salchendorf, Deuz und Gernsdorf ca. 220 Hektar (2.200.000 qm) als Vorrangzonen für Windparks ausgewiesen. Eine Fläche dieser Größe ermöglicht die Errichtung von 32 Windkraftanlagen von 200 m Höhe. Auf der Kalteiche sind 460 Hektar geplant, ausreichend für 69 Windkraftanlagen.

Die Pläne der Bezirksregierung Arnsberg sehen vor, in Südwestfalen insgesamt 17200 Hektar für die Windenergienutzung zur Verfügung zu stellen, mehr als in jedem anderen Regierungsbezirk von NRW. Werden die Pläne der Bezirksregierung Wirklichkeit, wird der Kreis Siegen-Wittgenstein verpflichtet, 2,2% seiner Fläche für die Windkraftnutzung zu reservieren. Die vorgesehenen Vorrangzonen befinden sich alle auf bewaldeten Hügelkuppen. Im Rahmen des öffentlichen Beteiligungsverfahrens hat die Bezirksregierung Tausende von Einwänden gegen den Entwurf des Regionalplans erhalten, die derzeit gesichtet und bearbeitet werden.

Die Bürgerinitiative "Windkraft mit Abstand" befürwortet grundsätzlich die Nutzung Erneuerbarer Energien. Sie fordert jedoch, für Windkraftanlagen umweltverträgliche Standorte mit einem ausreichenden Abstand zu Wohngebieten auszuwählen. Als angemessen gilt allgemein ein Mindestabstand vom 10-fachen der Anlagenhöhe. Der Regionalplan geht jedoch von einem Mindestabstand von 800 m aus. Damit wären gravierende Nachteile für unsere Dörfer zu befürchten:

  • Lärmbeinträchtigungen mehr
  • Drastische Veränderung des Landschaftsbildes durch 200m hohe Windradriesen auf Höhenkuppenmehr
  • Beeinträchtigung von Gebieten, in den geschützte Arten vorkommen mehr
  • Wertverlust von Grundstücken und Häusern mehr
    Wir möchten:
  • Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Lärmbelästigungen
  • Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Wertverlust ihrer Häuser und Grundstücke
  • Erhalt einer reizvollen und unverbauten Landschaft

Die Windgeschwindigkeiten im Gebiet Haferhain sind für die Stromproduktion bei weitem nicht optimal. Deshalb steht der Nutzen von Windkraftanlagen an diesem Standort in keinem Verhältnis zu den gravierenden Nachteilen für Mensch und Natur, die durch den viel zu geringen Abstand zu Biotopschutz- und Wohngebieten verursacht werden.